Oakley Blues – Part 2

15. July 2011

Die Schraube ist jetzt raus. Olli, seines Zeichens Zahntechniker, hat sich meiner erbarmt.
Nachdem selbst geeignetes Werkzeugt nichts gebraucht hat, hat er einen Hebel an den Stummel geschweisst und damit die Schraube herausgedreht. Er sagte allerdings, dass der Vorbesitzer wohl wirklich einen Kleber verwendet hätte.

Jetzt muss ich nur noch eine Quelle für einen passende neue Schraube auftun.

Update: Ich war heute in Altona in einem guten alten Eisenwarenladen (Schraubenkönig) – leider erfolglos. Die Schraube ist zöllig, was bei einem US-Produkt ja nicht weiter wundert. Damit ist sie allerdings auf dem deutschen Markt eher nicht zu bekommen. Ich habe jetzt einen Satz Ersatzschrauben aus Japan bestellt. Aus Japan. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Nach dem Preis erwarte ich von japanischen Jungfrauen bei Vollmond mundgeklöppelte Damaststahlschrauben.

Ach und für Leidensgenossen, der Link: http://linegear.ocnk.net

Nachtrag: Die Schrauben sind heute aus Japan eingetroffen. Passen. Alles ist gut.

Oakley blues…

3. July 2011

Letztens hab ich mich beim Black Hawk Down sehen in eine Sonnenbrille verguckt. Etwas Recherche später stand das Modell fest: Eine Oakley Juliet in X-Metal mit Gläsern in Ruby Iridium.

Oakley Juliet

Szene aus Blackhawk Down

Das Grundmodell gab es verhältnismässig günstig bei Ebay. Ebenso den Satz mit den rötlich verspiegelten Gläsern. Wobei der nicht ganz so human im Preis war. Und es die Teile nicht mehr in so krass rot gibt.

Doch oh weh… schon beim ersten Ansetzen des T6 Torx-Schraubendrehers merkte ich, dass der Vorbesitzer offenbar der armen Schraube schon Gewalt angetan hatte. Ende vom Lied – die Schraube ist nicht mehr zu retten gewesen. Auch ein Torx einen Schritt grösser brachte nichts mehr.

Wie bekomme ich jetzt diese Schraube da raus? Da die Schraube in einem Kanal sitzt, fiel das übliche schon mal aus: Schnitt reinsägen und dann mit einem normalen Schraubendreher entfernen.

Ich habe schliesslich zur rabiaten Methode gegriffen: Zuerst mit einem feinen Bohrer die Mitte der Schraube einbohren. Der Schraubenkopfrest wirkt dabei zentrierend. Dann mit einem Fräskopf ganz behutsam den Rest des Kopfs so tief einfräsen, dass der Kopf von Gewindebolzen getrennt wird. Dabei muss man auf der Hut sein – fräst man den kleinen Vorsprung weg, an dem der Schraubenkopf seinen Halt hat, dann war’s das wohl.

Soweit so gut. Der Schraubenkopf fällt dann irgendwann ab und die Fassung kann etwas auseinander gezogen werden. Nun kann der Stummel des Gewindes mit einer kleinen Zange gepackt werden und herausgedreht werden.

So weit zumindest die Theorie. In meinem Fall ging das leider nicht. Ich weiss nicht, was der Vorbesitzer gemacht hat. Evtl hat er Loctite oder sowas benutzt oder die Schraube leicht schräg mit Gewalt ins Gewinde gedreht. Mal sehen, wie ich das jetzt raus kriege.

Spannend wird dann noch die Suche nach der Ersatzschraube…

Was gibt’s so Neues

18. April 2011

Ich habe mich eine Weile nicht mehr hier blicken lassen. Zu einem Teil lag das an kleinen Problemen mit meinem Hoster.

Das ist allerdings seit heute Morgen passé. Ich habe die Domain endlich umgezogen und bin wieder Herr meiner Inhalte. Großartig!

P.S. Und noch etwas zum Posting davor: Das mit den DKs scheint sich wieder einzukriegen.

Dass der Content in der letzten Erweiterung relativ knackig ausfällt, hat offenbar bei den DKs zu einer heftigen Lernkurve geführt. Manchmal funktioniert “Friss oder strib” eben doch.

Den netten DK aus der Geschichte unten, habe ich letztens in Eisenschmiede gesehen. Er hat jetzt eine Gilde (die Arme). Er sprang sage und schreibe 15 Minuten ununterbrochen vor dem AH herum und spammte seinen AE. Sah aus wie ein epileptisches Kaninchen mit ADHS auf Crack. Schräg, schräg, schräg.

Random Inis in WOW – Oder warum ich Todesritter hasse…

5. November 2010

Seit kurzem spiele ich wieder World of Warcraft und habe, da ich mit einigen Freunden in der kommenden Erweiterung gleich durchstarten möchte, meinen Pala Tank aus der Versenkung geholt.

Nachdem ich nun die Vorzüge des neuen Dungeonbrowsers genossen habe, hier also ein paar Erfahrungen:

Zunächst einmal das Positive: Hero Ini Gruppen finden sich als Tank instant. Der Mangel an Tanks führt dazu, dass man im Normalfall innerhalb von 15 Sekunden in der Ini steht. Wow, das rockt.

Die Leute, die man dabei so zugeteilt bekommt, sind oft ok. Allerdings nehmen die Leute aufgrund ihres Equips die Inis nicht mehr ernst, was zumeist Tank und Heiler ausbaden müssen. Gogogo ist das Motto der Stunde.

Von all den gogogo-Auswüchsen, bei denen es schon mal vorkommen kann, dass ein DD schon mal die nächste Gruppe pullt, weil es einfach schneller geht, fällt eine ganze Klasse besonders unangenehm auf: Deathknights – oder wie wir bereits sagen: Deppknights.

Es gab eine ganze Zeit, in der Jäger einen ziemlich miesen Ruf hatte.

Tatsächlich habe ich in einem Raid das erste mal gesehen, dass man mit der Eisfalle irgendetwas nützliches machen konnte. Der Jäger war damals recht einfach zu spielen, starb kaum und war besonders casual-tauglich. Diese Qualitäten weist nun der DK in noch weit höherem Maße auf.

Kurzum, ein paar Beispiele:

Grube von Saron

Bereits bei den ersten Kämpfen pullt der DK eigene Ziele, und das obwohl ich überflüssigerweise die Ziele im Zweifel markiere.

Und er stirbt.

Bei Trashmobs.

Meist hat er seinen Seuchen-AE schon auf dem Boden, bevor in meiner Rota Weihe dran kam. Damage in Ehren – aber jeder Stoffi weiß was passiert, wenn er dort Aggro zieht.

Vor dem Tunnel kommentiere ich sein 5. Ableben mit einem Hinweis im Partychat, dass das mit dem Aggro ja auch nicht so leicht sei. Ich vermute, er bezog das auf mich.

Als wir durch den Tunnel sind – er ist wieder mal tot, fängt er an am Heiler herumzumäkeln. Ich habe endgültig genug und löse die Kickvote aus.

2 Sekunden später ist er Geschichte. Das ist zwar nicht fair – aber was nutzt ein ewig toter DD, der dann auch noch den Heiler – meinen Heiler – vergrault.

Ich bekomme einen wüsten Whisper, was das denn soll. Ich erkläre ihm, dass er sein Aggro nicht im Griff hat und ich seine Fehler nicht zu Lasten des Heilers gehen lasse. Es folgt, was folgen muss. L2P (learn to play) und so. Ich will noch etwas entgegnen – bin aber auf ignore.

Gut.

Nicht gut.

Gerade wieder in Dalaran angekommen, geht es wieder los. Ich muss mir einiges anhören – besonders in Bezug darauf, was für ein Kacknoob ich bin, etc.

Ich setze ihn auf ignore.

Er loggt um.

Ich erkläre ihm, dass er als DD 2 Aufgaben hat: Damage und nicht mehr Aggro machen, als der Tank. Deswegen sei ich ja auch ein Kacknoob, wird mir erklärt.
Ich setze ihn auf ignore.

Er loggt um.

Ich: Bitte höre auch, mich zu belästigen.
Er: Sonst was?
Ich: Das war eine Bitte, keine Drohung.
Er: Bitte abgelehnt.

Ich setze ihn auf ignore.

Das Ende vom Lied: ich habe nicht weniger als 5 Chars von ihm auf meiner Liste. Gerade als ich das Ticket schreibe, hört er auf. Fast schade.

Ein Blick ins Arsenal relativiert seine Aussage bzgl. Kacknoob ziemlich schnell. Lieblos zusammengewürfeltes Equip meist ohne Verzauberungen. Die Historie zeigt, er läuft noch nicht so lange Heros.

Halle der Blitze

Dk pullt im Kampf direkt den ersten Boss – wir überleben knapp.
Ich: uff… Das war knapp.
Er: Hat mal jemand Damage Meter?

Daggi, die den Heiler machte, biss fast in die Tischkante.

Es ist so schade, dass eine so coole Klasse, die potentiell der beste Helfer des Tanks sein könnte, so sehr Auffangbecken für Vollhonks ist. Wenn ich könnte, würde ich die ganze Klasse auf ignore setzen. Schade um die vernünftigen DKs – aber unterm Strich wäre das ein Gewinn.

TippsyKings

3. June 2010

TippsyKingsMein neues Baby, TippsyKings.de, ein WM-Tippspiel, ist gerade online gegangen. Noch ist nicht alles drin, was wir einbauen wollen – aber es wird… :-)

Technologisch steckt da Ruby on Rails unter der Haube, was von Programmieraskept her eine Offenbarung ist. Vom Komfort her überhaupt kein Vergleich zu Java Apps.

Wer mitmachen will: Los, los, los… Noch hat die WM nicht angefangen – und Preise gibt es auch!

www.TippsyKings.de

Gravenreuth

2. March 2010

Am 22. Februar hat sich Günther, Freiher von Gravenreuth in München das Leben genommen.

Ich gebe zu, meine Reaktion ist überwiegend voller Häme. Das einzige, was an ihm bewundernswert war, wie man in so kurzer Zeit so viele Menschen dazu bringen kann, ihn zu hassen. Dennoch muss man ihm lassen, dass er eine geradezu nervenaufreibende Persistenz an den Tag gelegt hat – das erste mal hörte ich von ihm in den Tagen meines alten C64ers. Manche mögen sich noch an seine Tanja-Briefe erinnern, die schon relativ nah an der Anstiftung zu Straftaten waren.

Rechtlich hielt er sich imemr so weit in der Grauzone auf, dass man sich fragen musste, wie moralisch frei ein Mensch sein kann, der sich dabei noch so in der Aufmerksamkeit suhlt. Selbst wenn diese grösstenteils aus Hass besteht.

Als er sich mit seinem Rechtsstreit mit der TAZ so weit aus dem Fenster lehnte, dass er den kürzeren zog, war es wohl auch nicht zuletzt die Situation, dier sich mit seinen Auftritten geschaffen hatte, die ihn jetzt zum Selbstmord trieb: Alles wartete nur hämisch darauf, dass er seine Haftstrafe antreten würde. Diesem Gesichtsverlust hat er sich nun entzogen.

Ich werde ihn nicht vermissen…

Zitat

2. February 2010

Ich habe eben ein schönes Zitat gelesen, das ich Euch nicht vorenthalten möchte…

Die Liebe stirbt nie einen natürlichen Tod. Sie stirbt, weil wir das Versiegen ihrer Quelle nicht aufhalten, sie stirbt an Blindheit und Mißverständnissen und Verrat. Sie stirbt an Krankheiten und Wunden, sie stirbt an Müdigkeit. Sie siecht dahin, sie wird gebrechlich, aber sie stirbt nie einen natürlichen Tod. Jeder Liebende könnte des Mordes an seiner eigenen Liebe bezichtigt werden.
Anaïs Nin (1903-1977)

IT Gefallen – oder “Mach doch mal schnell”

14. January 2010

Ich hab es jetzt auch endgültig kapiert: Mit IT-Gefallen im Freundeskreis überhaupt anzufangen ist eine unglaublich dämliche Idee.

Dass alle Sachen in der Informatik ja generell mit links und verbundenen Augen zu erledigen sind und auch höchstens 10 Minuten dauern, egal wie komplex, ist ja hinreichend bekannt.

Wie dem auch sei. In der Vergangenheit habe ich ja immer wieder für Freunde und Bekannte hier den Kopf hingehalten. Nachdem ich mich eben habe anschnauzen lassen, warum ein Webprojekt, in das ich ca zwei Dutzend Stunden für lau investiert habe und das seit Monaten auch beim Besitzer eher unter Prio “Naja, mal sehen” lief, nicht von gestern Abend auf heute komplett fertig ist, kapituliere ich.

Es reicht. Meine Hilfsbereitschaft kotzt mich an.

Wo sind die Grenzen?

2. December 2009

Die Schweiz hat gerade mittels Volksabstimmung ein bedrückendes Bild der derzeitigen Stimmung zwischen Christen und Moslems gezeichnet. Nur zur Erinnerung: Das Ergebnis sieht mit überwältigender Mehrheit ein Verbot des Baus von Minaretten vor.

Hört sich irgendwie schildbürgerlich an? Finde ich auch.

Obgleich ich konfessionslos bin, glaube ich an Toleranz und an Religionsfreiheit. Nur wie mit allen Freiheiten, definieren sich diese vor allem durch die Grenzen.

Wo also sollten die Grenzen sein?

Wenn ich in einem fremden Land bin, ist es selbstverständlich, dass ich mich den lokalen Gegebenheiten was Pietät  und Benehmen zumindest versuchsweise beuge.

Wenn ich den jüdischen Friedhof in Prag besichtige, ist es selbstverständlich, dass ich eine Kopfbedeckung trage. Genauso selbstverständlich empfinde ich, dass weibliche muslimische Schulkinder am Schulsport teilnehmen.

Ganz kritisch empfinde ich jedoch, wenn Toleranz einseitig erwartet wird. Kurzum, genauso verstört, wie ich von der Entscheidung der Schweizer war, bin ich nun von der zu erwartenden Kritik der islamischen Kirchen. Allen voran – der Türkei.  Herr Erdogan skandiert ganz klar, dass die Entscheidung faschistisch sei und diskriminierend.

Das meine ich in Grenzen auch.

Aber ich habe mir mal den Spaß gemacht und kurz geforscht, wie es denn z.B. in der Türkei, die sich ja parallel um Aufnahme in die EU bemüht, um die Rechte z.B. der Christen bestellt ist. Dürfen denn die Christen frei ihre Kirschen bauen?

Weit gefehlt.

Hier ein paar Dinge, die Christen offenbar in der Türkei das Leben schwer machen (und ich lasse allgemeine Anfeindung, Hate-Crimes inklusive Mord etc. einfach mal weg):

  • Da christliche Gemeinden nicht anerkannt werden, könne sie keine Geschäfte machen. Das beinhaltet auch das Kaufen oder Mieten eines Grundstücks oder auch nur das Führen eines Bankkontos
  • Nur Türken dürfen in der Türkei Geistliche werden. Aus diesem Grund sind viele “ausländische” Geistliche offiziell bei deren Botschaften beschäftigt – und müssen teilweise, da sie nur über ein Touristenvisum einreisen können, alle 3 Monate kurz das Land verlassen
  • Christliche Geistliche dürfen in der Türkei nicht ausgebildet werden
  • Um überhaupt Handlungsfähig zu sein, muss eine Gemeinde eine Stiftung gründen, damit überhaupt Geldgeschäft getätigt werden können

Vor diesem Hintergrund verwandelt sich die Kritik wohl eher in blanken Hohn. Ich jedenfalls bin ernsthaft verwirrt, wie man so mit zweierlei Maß messen kann, ohne dass man sich selbst verlogen vorkommt.

Fazit: Total für’n Arsch…

Hier noch ein paar Quellen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,478091,00.html

http://www.igfm.de/Christliche-Minderheiten-in-der-Tuerkei.570.0.html

Forenposting: Return Party am 12.12.2009

26. November 2009

Ich habe eben meinen zumindest offiziellen Abschied als Resident DJ in der Markthalle in Schwarzes-Hamburg.com bekannt gegeben. Hier also das Posting:

Für mich ist die Party geichzeitig der Abschied als Resident DJ im Marxx. Ist schon ein wenig ein komisches Gefühl, wenn man nach 9 Jahren zurückblickt und sich noch an das erste Mal erinnert. Damals auch schon mit Rechner – aber noch nen kompletten Desktop inkl Monitor mitgeschleppt. Lach, das waren noch Zeiten. Anfangs noch allein – dann sehr rasch mit Axel zusammen – mit dem Auflegen in all den Jahren immer Spass gemacht hat.

Taran Tanz, The Lost Chambers, Murder in the Rue Morgue, Night of the Living Dead im K17, WGT, Undercover of Darkness, Plage Noir…
…und natürlich auch immer die Return.

Nach all den Jahren habe ich beschlossen, beim DJing etwas kürzer zu treten. Ich werde bestimmt hier und da mal als Gast-DJ wieder mit dabei sein, freue mich aber echt darauf, wieder als Gast auf Parties zu sein.  Cheesy

Aber jetzt im Dezember lassen wir es nochmal richtig in der alten Besetzung krachen! Jihaaaaaaaa!

Cheers,
Kai